Bei der Wahl in Berlin hat die Linke deutlich zugelegt und kommt laut vorläufigem Ergebnis auf 25,7 Prozent. Es folgen die CDU mit 18,8, die AfD mit 16,3 und die Grünen mit 14,3 Prozent. Die SPD erreicht 12,1 Prozent. Das BSW scheitert mit 4,7 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasst damit den Einzug ins Abgeordnetenhaus. In der Grafikserie oben sehen Sie neben dem Ergebnis, wie viel die Parteien gewonnen oder verloren haben und was das für die Sitzverteilung und mögliche Koalitionen bedeutet.
Prognose, Hochrechnung, Wahlergebnis - Was Ist Der Unterschied?
Prognose
Wenn die Wahllokale um 18 Uhr schließen, veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen ihre Prognose. Sie basiert auf einer Umfrage - Menschen, die aus dem Wahllokal kommen, werden gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen, in dem auch nach ihrer Wahlentscheidung gefragt wird. Sowohl Wahllokale als auch Befragte werden nach einem Zufallsprinzip ausgewählt.
Hochrechnung
Während die Prognose nur auf einer Befragung beruht, fließen in die Hochrechnung Auszählungsergebnisse ein. Weil im Lauf des Abends immer mehr amtliche Teilergebnisse zur Verfügung stehen, kann das Wahlergebnis immer genauer hochgerechnet werden.
Zwischenergebnis
Am Wahlabend werden laufend Wahlbezirke ausgezählt und auf Webseiten wie der der Landeswahlleitung veröffentlicht. Die Summe dieser Zwischenergebnisse kann sich von der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen unterscheiden, weil bei den Zwischenergebnissen nur aufaddiert, aber nicht hochgerechnet wird. Sind Wahlkreise am Stadtrand zum Beispiel schneller ausgezählt als innerstädtische, ist zu erwarten, dass das amtliche Endergebnis anders ausfällt als ein Zwischenergebnis. Solche Effekte werden in der Hochrechnung berücksichtigt.
Ergebnis
Erst wenn der letzte Wahlbezirk ausgezählt ist, veröffentlicht die Landeswahlleitung ein vorläufiges Ergebnis. In der Folge kann es nochmal Überprüfungen geben, daher dauert es einige Zeit bis zum endgültigen amtlichen Ergebnis. Es weicht in der Regel minimal vom vorläufigen Ergebnis ab.
Spitzenkandidaten, Parteien Und Wahlthemen
Für die Wahlentscheidung spielt unter anderem eine Rolle, was die Menschen von den Spitzenkandidierenden halten. Stefan Evers (CDU), Werner Graf (Grüne), Elif Eralp (Linke) und Kristin Brinker (AfD) erhalten alle schwache Bewertungen, wobei Eralp bei der Frage, wer das Amt des Regierenden Bürgermeisters übernehmen soll, vorn liegt.
Wichtigstes Wahlthema in Berlin waren die Mieten und der Wohnungsmarkt. Hier wird der Linken am ehesten zugetraut, die Probleme zu lösen.
Wahlverhalten Nach Alter, Geschlecht, Bildung Und Beruf
Die Linke schneidet vor allem bei den jüngeren Wählern stark ab, während die Zustimmung für die CDU mit dem Alter steigt:
Auch nach Geschlecht zeigen sich Unterschiede: CDU und AfD bekamen von den Männern mehr Zustimmung, während mehr Frauen die Linke wählten.
Schlüsselt man das Wahlverhalten nach formalen Bildungsabschlüssen auf, so zeigt sich, dass die AfD vor allem bei Menschen mit Hauptschulabschluss und Mittlerer Reife stark ist. Umgekehrt ist es bei den Grünen: Hier nimmt die Zustimmung mit höherer Bildung zu. Die Linke erzielt ihre höchsten Ergebnisse bei Wählern mit Abitur.
Und so sieht es aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen aus:
Wie Wird Das Wahlverhalten Nach Bevölkerungsgruppen Ermittelt?
Die Daten stammen aus einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, die am Wahltag durchgeführt wird. Menschen, die aus dem Wahllokal kommen, werden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, in dem unter anderem nach ihrer Wahlentscheidung, ihrem Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss und ihrer Berufsgruppe gefragt wird. Sie füllen den Fragebogen eigenständig aus und werfen ihn in eine Box, ähnlich der Urne im Wahllokal. So ist die Umfrage anonym.
Die Forschungsgruppe veröffentlicht die Daten für größere Befragtengruppen, etwa für die vier Bildungsabschlüsse Hauptschule, Mittlere Reife, Abitur, Hochschule. Die Umfrage ist repräsentativ, Wahllokale und Befragte werden zufällig ausgewählt.
Wählerwanderung Zur Linken: Woher Kommen Die Stimmen?
Woher kommen die Wähler der Linken? Die Forschungsgruppe Wahlen hat sie gefragt, für wen sie bei der letzten Wahl gestimmt haben. Ein Drittel ging damals gar nicht an die Urne. Darunter sind auch Erstwähler, die 2023 noch nicht abstimmen durften.
So Haben Die Wahlkreise Gestimmt
Wie die Menschen in Berlin in den Wahlkreisen gestimmt haben, zeigen die Karten in diesem Artikel:
Abgeordnetenhauswahl In Karten:berlins Bunte Wahlkreise: Fünf Parteien Mit Direktmandaten
Wie haben die Parteien und Kandidierenden bei der Wahl in Berlin abgeschnitten? Alle Ergebnisse nach Erst- und Zweitstimme aus den Wahlkreisen in Grafiken.von L. Billmayer, R. Meyer, M. Ries, M. ZajonzGrafiken
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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern" am 20.09.2026 ab 17:30 Uhr.
Wenn die Wahllokale um 18 Uhr schließen, veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen ihre Prognose. Sie basiert auf einer Umfrage - Menschen, die aus dem Wahllokal kommen, werden gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen, in dem auch nach ihrer Wahlentscheidung gefragt wird. Sowohl Wahllokale als auch Befragte werden nach einem Zufallsprinzip ausgewählt.
Während die Prognose nur auf einer Befragung beruht, fließen in die Hochrechnung Auszählungsergebnisse ein. Weil im Lauf des Abends immer mehr amtliche Teilergebnisse zur Verfügung stehen, kann das Wahlergebnis immer genauer hochgerechnet werden.
Am Wahlabend werden laufend Wahlbezirke ausgezählt und auf Webseiten wie der der Landeswahlleitung veröffentlicht. Die Summe dieser Zwischenergebnisse kann sich von der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen unterscheiden, weil bei den Zwischenergebnissen nur aufaddiert, aber nicht hochgerechnet wird. Sind Wahlkreise am Stadtrand zum Beispiel schneller ausgezählt als innerstädtische, ist zu erwarten, dass das amtliche Endergebnis anders ausfällt als ein Zwischenergebnis. Solche Effekte werden in der Hochrechnung berücksichtigt.
Erst wenn der letzte Wahlbezirk ausgezählt ist, veröffentlicht die Landeswahlleitung ein vorläufiges Ergebnis. In der Folge kann es nochmal Überprüfungen geben, daher dauert es einige Zeit bis zum endgültigen amtlichen Ergebnis. Es weicht in der Regel minimal vom vorläufigen Ergebnis ab.
Die Daten stammen aus einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, die am Wahltag durchgeführt wird. Menschen, die aus dem Wahllokal kommen, werden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, in dem unter anderem nach ihrer Wahlentscheidung, ihrem Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss und ihrer Berufsgruppe gefragt wird. Sie füllen den Fragebogen eigenständig aus und werfen ihn in eine Box, ähnlich der Urne im Wahllokal. So ist die Umfrage anonym.
Die Forschungsgruppe veröffentlicht die Daten für größere Befragtengruppen, etwa für die vier Bildungsabschlüsse Hauptschule, Mittlere Reife, Abitur, Hochschule. Die Umfrage ist repräsentativ, Wahllokale und Befragte werden zufällig ausgewählt.
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